Land unter auf dem Kramermarkt Oldenburg

Aufgrund des schlechten Wetters kamen weniger Besucher als erwartet zum Kramermarkt.

Vom 29. September bis zum 08. Oktober sorgte die fünfte Jahreszeit in Oldenburg wieder für Abwechslung. In diesem Jahr mussten die Besucher allerdings ein wenig wetterfest sein, denn Regen war ein nahezu ständiger Begleiter. Die vom Veranstalter angepeilte Marke von 1,5 Millionen Besuchern konnte nicht erfüllt werden, allerdings zeigt die tatsächliche Besucherzahl von rund einer Millionen, dass der Kramermarkt auch bei Regen seine Anziehungskraft nicht verliert. Während der zehn Tage gab es allerdings auch ein paar trockene Abschnitte, an denen der Platz dann auch direkt gut gefüllt war. Jene Besucher, die mit dem Auto angereist waren und den Parkplatz am Kramermarkt nutzten, mussten allerdings ein klein wenig aufpassen, wo sie ihr Auto abstellten. Der Parkplatz war stellenweise nicht nur matschig, sondern komplett unter Wasser. Da half auch der Schotter, welcher noch zusätzlich an den schlimmsten Stellen aufgefahren wurde, nicht wirklich. Manches Fahrzeug konnte nur mit Hilfe wieder den Parkplatz verlassen, und nasse Füße waren ebenfalls keine Seltenheit.

Zur Eröffnung hatte sich hoher Besuch angekündigt. Der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil stellte bei der Eröffnungsrede sein Talent unter Beweis und unterhielt die Gäste mit einer humorvollen Ansprache. Im Anschluss nahm er am Eröffnungsumzug teil, bei dem rund 120 aufwendig gestaltete Wagen und Musikkapellen durch die Straßen zogen.

Die Besucher trotzten dem Wetter und nutzten die Gelegenheit, sowohl die bekannten als auch die acht Neuheiten unter den Fahrgeschäften zu testen. So mancher dürfte bei Oberschelps Mr. Gravity überlegt haben, ob er nun wirklich einmal fahren sollte. Die Mutigen wurden mit einer rasanten Fahrt belohnt, die Lust auf eine zweite Runde machen. Auch der Alpen Coaster von Vorlop machte allein durch seine Größe einen imposanten Eindruck, ebenso wie das Daemonium (Blume), wo so mancher Besucher vor dem Eingang Bekanntschaft mit einer riesigen Spinne machen durfte – oft zur Freude derer, die es nicht erwischt hatte. Der Powercoaster Feuer und Eis von Barth wirkte auf den ersten Blick wie eine gemütliche Familienachterbahn. Der Eindruck täuschte allerdings, denn der Zug bekommt ein ordentliches Tempo auf der kurzen Strecke. Der Hip Hop Jumper von Stummer fand ebenfalls sein Publikum. Ein Schunkler stand bereits auf dem Kramermarkt, allerdings dürften sich jüngere Besucher daran wohl nicht mehr erinnern können.

Eine Veränderung erlebte auch die Zeitreise. Erstmalig war hier die Puppenbühne Heyderhoffmann vertreten. Zu festgelegten Zeiten konnten die Besucher hier das Kasperletheater besuchen. Auch die Luftschiffschaukel ließ bei so manchem älteren Besucher sicher einige Erinnerungen aufkommen.

Neu war auch der Panda, welcher sich gern mit den meist jungen Besuchern fotografieren ließ. Solche sogenannten Walking Acts sind auf vielen Plätzen vertreten. In Oldenburg gab es in den sechziger Jahren ebenfalls bereits einen Eisbären. 2017 ließ man die alte Tradition wieder aufleben.

Die Oldenburger warten nun auf den Kramermarkt 2018 – und für den hoffen wohl alle Beteiligten auf besseres Wetter. (HM)

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